03.20.2010

Bier auf Mallorca

Gute Zeiten für das Weizenbier! Es ist Fastenzeit und damit hat die Brauereibranche ihre fünfte Jahreszeit eröffnet. Schon im Mittelalter werteten die Mönche während der Fastenzeit ihre Mahlzeiten mit einem besonders üppig gebrauten Bier auf. Doch insgesamt ist die Nachfrage nach dem Brot zum trinken zurückgegangen und das bekommen auch die bayrischen Brauereien deutlich zu spüren. So mache kleine Brauerei kämpft mit jedem gebrauten Liter Bier um ihre Existenz. Einen großartigen Werbeetat wie die Großen der Branche haben insbesondere die kleinen Brauereien nicht zur Verfügung, müssen sich aber dennoch am Markt behaupten – und das gelingt mit Ideenreichtum, wie die kleine Brauerei in Aying beweist. Deren Bierabsatz stagnierte, obwohl im Großraum München der Absatz des leckeren Hellen wieder zugenommen hatte. Die Verantwortung schoben die Braumeister auf den betonten Hopfengeschmack ihres Bieres und den scheinen die Kunden heute nicht mehr so zu schätzen wie früher. Kein Problem, wenn man einen pfiffigen Braumeister hat, der kurzerhand das Bierrezept beim Catering ein wenig auf den Kopf stellt. Ein wenig an den Schrauben von Hopfen und Gerste gedreht und schon war das milde, leichte und süffige „Lager Hell“ entstanden. Das abgeänderte „Bräu Hell“ schmeckte den Kunden offensichtlich, aber das reichte dem Hersteller noch immer nicht. Nicht nur Reinheitsgebot, sondern auch Nachhaltigkeit und Regionalität sollte die Kunden überzeugen. So bezieht die Brauerei ihre Braugerste nun bei Landwirten aus der Region, da stimm die Qualität!

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